Geschichte

Geschichte Delaware

Die Geschichte Delaware´s

Die Geschichte Delawares ist lang und sehr reich. Die erste große Bedeutung erlangte er als ein niederländischer Handelsposten. Bereits im 16. Jahrhundert erreichten portugiesische und spanische Entdecker die Küste Delawares. Doch zu dauerhaften Siedlungsversuchen kam es erst im 17. Jahrhundert. Unter Führung von Kapitän David Pietersen de Vries kamen 1631 erste Siedler und gründeten unter dem Namen "Zwaanendael" einen Handelsposten, der heute als die Stadt Lewes bekannt ist. Es kam kurz darauf zu tödlichen Auseinandersetzungen mit den indianischen Ureinwohnern vom Stamme der Unami Lenape und Nanticoke und als Kapitän de Vries ein Jahr später zurückkehrte, war kein Mann seiner ehemaligen Besatzung mehr am Leben und die aufgebaute Siedlung völlig zerstört.

1638 erreichte schließlich eine schwedische Expeditionsgruppe unter Führung von Peter Minuit die Ostküste von Delaware, die dort das Fort Christiana errichtete. Dieses Fort war die erste permanente Siedlung Delawares und Nordamerikas unter europäischer Führung und ist heute als die Stadt Wilmington bekannt. Auch die Holländer waren mit dem Aufbau eines Forts, dem Fort Casimir beschäftigt und somit wurden Fort Christiana und Fort Casimir schnell zu Handelskonkurrenten.

In den darauffolgenden Jahren wuchsen die Siedlungen in Delaware und mit ihnen die Kämpfe zwischen den Niederländern und Schweden, die sich um die Vorherrschaft in den Siedlungen stritten. 1655 wurden alle Siedlungen schließlich von den Holländern beherrscht. Bis 1664 war Delaware Kolonie der Niederländer, doch von 1664 bis 1776 übernahmen die Engländer die Macht und Führung über die Kolonie. In den 1680ern wurde Delaware ein Teil Pennsylvanias, jedoch durften die unteren Gebiete Delawares relativ selbstständig bleiben und so gründeten die drei Counties den eigenen Bundesstaat Delaware. Wie andere Kolonien auch, hat sich Delaware schließlich der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung angeschlossen, um sich vom Mutterland England zu lösen. Delaware war im Dezember 1787 die erste der 13 Gründerkolonien, welche die neue Verfassung in der Golden Fleece Tavern in Dover ratifizierte.

Zwar war Delaware ein sklavenhaltender Staat, doch während des Sezessionskrieges kämpfte er für die Nordstaaten, denn der Versuch Delawares, aus der Union auszutreten scheiterte 1861. Auch nach dem Ende des Bürgerkrieges wollte sich Delaware nicht von seinen alten "Gewohnheiten" losreißen und verweigerte die Unterzeichnung des 13. Zusatzartikels der Verfassung im Jahr 1865, der die Abschaffung der Sklaverei vorschrieb. Erst im Februar 1901 erklärte sich Delaware mit dem Zusatzartikel und somit der Abschaffung der Sklaverei einverstanden.

Vor allem geschichtsinteressierte Besucher kommen in Delaware voll auf ihre Kosten, da der Staat weder Kosten noch Mühe gescheut hat, um die reiche Historie zu erhalten. So findet man hier eine Vielzahl erstklassiger Museen, welche die Besucher in die Vergangenheit des Bundesstaates Delaware entführen.