Küche

Auf kulinarischer Entdeckungsreise in der Capital Region

Die Capital Region ist ein echtes Schlemmerparadies. Egal ob man in Washington DC, Virginia, Maryland, Delaware oder West Virginia unterwegs ist, man hat immer irgendwo die Möglichkeit, hervorragend zu speisen. Sei es die feine Küche in einem edlen Stadtrestaurant oder regionale Spezialitäten in einem kleinen Hafenrestaurant an der Küste; die Vielfalt an kulinarischen Köstlichkeiten in der Capital Region an der Ostküste der USA, ist sehr groß. Man findet hier zahlreiche Spitzenrestaurants mit ausgezeichneter Küche und delikaten Weinen aus der Region und erlebt den kulinarischen Himmel auf Erden. Wer Wert auf gutes Essen legt, der ist in der Capital Region bestens aufgehoben und wird garantiert nicht enttäuscht. Wie in Neuengland, gibt es nun auch in der Capital Region vermehrt das "Frisch-auf-den-Tisch" Prinzip, bei denen regionale Restaurants nur Produkte aus lokalem Anbau oder lokaler Zucht verwenden. Mit diesem großartigen Projekt, das allerorts großen Zuspruch findet, werden insbesondere die Fischer und Landwirte vor Ort unterstützt.

Küche der Ostküste - Blaukrabbe

In Maryland kann man sich vor allem auf Meeresfrüchte freuen. Der Bundesstaat an der Ostküste hat für sich die Blaukrabbe als Nationaltier gewählt und genau diese Delikatesse kommt hier auch regelmäßig auf den Tisch. Das Nationalgericht von Maryland ist der "Crab Cake". Sehr gute Krabbenküchlein bekommt man übrigens im "Boatyard Bar & Grill" in Annapolis. Besonders bekannt für ihr umfangreiches Angebot an fangfrischen und schmackhaften Meeresfrüchten, ist die Hafenstadt Annapolis. Austern und Blaukrabben findet man hier auf der Speisekarte fast jedes Restaurants und tatsächlich sollte man sich diese regionale Spezialität während einer Reise nach Maryland nicht entgehen lassen. Besonders zu empfehlen sind dabei die Lokale "Cantler's Riverside Inn" und "Mike's Restaurant & Crab House". Doch auch wer Fischgerichte nicht so sehr mag, wird in Maryland und speziell in Annapolis auf seine Kosten kommen. Gute französische Küche genießt man am besten in der Main Street im "Café Normandie" und für internationales Flair sorgt beispielsweise das indische Restaurant "India's of Annapolis". Exquisite thailändische Köstlichkeiten zaubert das "Lemongrass" und südamerikanische Geschmacksexplosionen erlebt man im "Paladar Latin Kitchen & Rum Bar". Wer es etwas rustikaler mag, besucht die "Middleton Tavern", die übrigens schon seit 1750 Gäste bewirtet. Im Restaurant "Woodberry Kitchen" in Baltimore erhält man einfaches aber dafür sehr leckeres Essen, wie beispielsweise ein Brathähnchen mit warmen Brötchen, getreu der "Frisch-auf-den-Tisch" Philosophie. Zu einem der besten Fischrestaurants zählt das "Bayside Inn" das sich auf Smith Island befindet. Hier findet man übrigens auch den "offiziellen Kuchen" Marylands: ein Schokoladenkuchentraum bestehend aus 10 Lagen. Zünftig geht es indes in Hagerstown zu, wo man in der "Schmankerl Stube" deftige und typisch bayrische Speisen bekommt. Baltimore bietet zusätzlich die sogenannten "Charm City Food Tours" an, wo man die kulinarische Szene der Stadt erkunden kann.

Küche der Ostküste, USA - Food Truck

Washington DC hat dabei nicht weniger zu bieten. Auch hier ist das kulinarische Angebot sehr groß und vielfältig. Die internationale Küche ist neben regionalen Speisen ebenso vertreten. Freunde der gehobenen asiatischen Küche werden im "The Source" bestens bedient oder falls man eher die spanische Küche bevorzugt sollte man die Jaleo Restaurants besuchen. Sehr modern zeigt sich indes das Elektro-Restaurant "Proof" und wer typisches New American Style Food probieren möchte, sollte das "Tabard Inn" besuchen. Frische regionale Bio-Produkte der Saison kommen gemäß dem "Frisch-auf-den-Tisch" Prinzip im "Equinox" in Washington DC auf den Tisch. Sehr empfehlenswert ist aber auch das "Nora", wo man erstklassiges Rindfleisch, Käse aus eigener Herstellung und bestes Gemüse aufgetafelt bekommt. Möchte man frische saisonale Waren in Washington DC entdecken, empfiehlt sich ein Besuch der zahlreichen Wochenmärkte, wo man eine große Auswahl an Spezialitäten findet. Auf dem Capitol Hill sollte man sich den Eastern Market nicht entgehen lassen. Ein echter Geheimtipp hier sind die Blaubeer-Pfannkuchen, die man unbedingt mal kosten sollte. Liebhaber von frischen Meeresfrüchten und Fisch sollten im Southwest Stadtviertel den Maine Avenue Fischmarkt besuchen, wo man regionale Köstlichkeiten, wie frittierte Austern oder den beliebten Crab Cake, findet. Ist man in der U Street unterwegs, lohnt sich ein Abstecher zum Lokal "Ben's Chili Bowl" um das kultige "Chili Half-Smoke" zu probieren. In Washington DC boomt derzeit sehr stark die Food-Truck Szene. Über Twitter kann man erfahren, wann und wo man die unterschiedlichen fahrenden Restaurants antrifft. Exquisite Shrimps sowie Hummer erhält man beispielsweise beim "Red Hook Lobster Pound", wer hingegen indische Gerichte, wie Curry oder Chicken Masala bevorzugt, ist mit dem "Fojol Bros" bestens bedient. Sehr empfehlenswert sind aber auch die delikaten Tacos von "District Taco" und Zuckerschnuten sollten sich unbedingt beim "Sweetflow Mobile" eine Kleinigkeit kaufen. Einzigartig sind auch die Food Tours, bei denen Küche mit Kultur kombiniert wird. So gibt es in Washington DC beispielsweise die "DC Metro Food Tours". Die Teilnehmer können dabei Spaziergänge an sehenswerten Plätzen unternehmen und gleichzeitig gutes Essen genießen.

Kücher der Ostküste, USA - Lammfleisch

In Virginia ist vor allem die Südstaatenküche vertreten. Je nach klimatischen und geographischen Gegebenheiten, wird die regionale Küche zusätzlich beeinflusst. So findet man in den Küstengebieten natürlich hauptsächlich Fisch und Meeresfrüchte auf der Speisekarte, während die ländlichen Gegenden verstärkt Gemüse aus eigenem Anbau und diverse Fleisch- und Käsespezialitäten anbieten, darunter das zarte Fleisch von den Lämmern, die im schönen Shenandoah Nationalpark grasen. Sehr bekannt ist Virginia natürlich für die Austernzucht, die den Bundesstaat als den Hauptlieferanten für die USA ausmacht. Man findet hier gleich sieben verschiedene Austernregionen, darunter die Austern aus den salzigen Gewässern der Chincoteaugue Bay an der Ostküste Virginias, die Lynnhaven Austern von Virginia Beach oder die Austern des Rappahannock River mit ihrer süßlichen Note. In Alexandria (Virginia) lohnt sich ein Besuch des "Vermilion" denn hier kommen nur regionale Produkte auf den Tisch. Wie in Washington DC, bietet Alexandria ebenfalls Food Tours an. Lohnenswert ist es auch an der "Virginia Beach Boardwalk Food Tour" teilzunehmen, da man hier regionale Köstlichkeiten gemeinsam mit beeindruckenden Landschaften genießen kann. Ein Besuch in Virginia ist nicht komplett, wenn man nicht wenigstens einmal den berühmten Smithfield Schinken gegessen hat. "Smithfield Station" bietet eine besonders einzigartige Variante dabei an: das "Tournedo Christina". Es handelt sich dabei um ein mit Smithfield Schinken und Krebsfleisch bedecktes Rinderfilet, das an Sauce Bernaise angerichtet wird. Im Süden Virginias bietet das "Galax Smokehouse" vorzügliches Barbecue zu günstigen Preisen. In Cape Charles an der Chesapeake Bay, empfiehlt sich ein Besuch des "AQUA", wo man leckere Pasta, grandiose Fleischspezialitäten sowie frische Meeresfrüchte erhält. In Virginia findet man sehr viele Diners, die ebenfalls sehr gutes Essen servieren. Diner leitet sich übrigens von der englischen Bezeichnung für Dining Cars, also Speisewagen ab. Aus diesem Grund ist eine Vielzahl der Diners heute auch in alten Eisenbahnwaggons untergebracht, was natürlich eine ganz besondere Atmosphäre schafft.

Die Küche an der Ostküste der USA - Pepperoni Rolle

Wie auch im Nachbarstaat, ist in West Virginia die Südstaatenküche vertreten. Hier ist allerdings ein zusätzlich ein Einfluss der Appalachen-Region zu verspüren. Das ländliche West Virginia liebt köstliches und rustikales Essen. Auf Bauernmärkten kann man regionale Produkte aus heimischen Anbau, wie Obst und Gemüse kaufen oder auch Rindfleisch vom Farmer um die Ecke. Feine Restaurants zaubern aus den regionalen Produkten die vorzüglichsten Speisen und verwöhnen somit selbst anspruchsvolle Gaumen. Eine Spezialität West Virginias ist die "Pepperoni Roll", die im Jahre 1927 in Fairmont erfunden wurde und häufig als Mahlzeit für die Bergleute diente. Es handelt sich dabei um ein weiches Brötchen, das mit Peperoni gefüllt und gebacken wird und außerdem Mozzarella, Tomatensauce und Paprika enthalten kann. Eines der beliebtesten Lebensmittel in West Virginia ist Lauch. Es gibt sogar spezielle Lauch-Festivals im Frühjahr wie beispielsweise in Richwood, Elkins oder Helvetia. Üblicherweise wird das Gemüse mit Schinken, gebratenen Kartoffeln, gedünstet oder als Suppe serviert. Das Einmachen ist in vielen ländlichen Gemeinden des Bundesstaates sehr beliebt. Egal ob Obst, Marmeladen oder Gemüse - man findet hier eine große Vielfalt an Konserven. Zudem ist West Virginia die Heimat des Golden Delicious, der seit 1912 hier angebaut wird. Im September und Oktober finden außerdem in vielen Ortschaften spezielle Apfel Festivals statt. In den Gebirgsbächen wimmelt es nur so von Flussfischen. Die Bachforelle gilt dabei als beliebteste Fischart und wird allgemein auf lokalen Menükarten gefunden. Zu den besten Restaurants in West Virginia zählen das "Ye Olde Alpha" in Wheeling, das "Drover's Inn" in Weirton, das "Kazu" in Shepherdstown, das "Crabby Patti's Bayside" in Ripley, das "Fusion Japanese Steakhouse" in Parkersburg und das "Secret Sandwich Society" in Fayetteville sowie noch viele weitere.

Die Küche an der Ostküste der USA - Krabbenkuchen

Die Küche in Delaware ist stark vom englischen Erbe beeinflusst, aber auch von der Lage des kleinen Bundesstaates auf der Delmarva Halbinsel. Die traditionelle Küche der Chesapeake Bay ist in Delaware ebenfalls vertreten, genauso wie die Südstaatenküche. Reisende finden hier zahlreiche Restaurants, die für jeden Geschmack das Passende bereithalten. Wie bereits erwähnt, prägten bereits die Engländer während der Kolonialzeit die Küche Delawares. Holländische und schwedische Siedler, die später in den Staat kamen, haben ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Auch heute noch kann man sehr traditionell in Delaware speisen, beispielsweise in "Jessop's Tavern & Colonial Restaurant", das sich in New Castle befindet. Deutsche Siedler, die von Pennsylvania aus hierher kamen, haben der vorhandenen Küche eine eigene Note verpasst, vor allem im nördlichen Teil von Delaware. Die beliebteste Frucht in Delaware ist übrigens der Pfirsich. Nur wenige wissen, dass der First State einst der Hauptproduzent für dieses Obst war. Viele der heutigen Gerichte entwickelten sich aus den früheren Kochstilen. Meeresfrüchte standen schon seit je her auf der Speisekarte und heute ist vor allem die Blaukrabbe sehr beliebt. Wie in Maryland, wird diese häufig in Form des "Crab Cake" dargeboten. Der "Krabbenkuchen" besteht übrigens aus Blaukrabbenfleisch, Semmelbrösel, Ei, Mayonnaise, Worcestersauce, sowie Gewürzen und Kräutern. Anschließend wird der "Crab Cake" in der Pfanne gebraten und mit Sauce Tartar serviert. Neben den oben genannten Krabben und Austern gehören Venusmuscheln, Garnelen, Jakobsmuscheln und eine Vielzahl von Fischen ebenfalls zu den beliebten Meeresfrüchten. Ein absoluter Favorit bei den Einheimischen sind gedünstete Garnelen. Fisch wird entweder gebacken, gefüllt oder gebraten serviert. Für Reisende die Meeresfrüchte lieben, wird das Essen im First State ein echter Leckerbissen sein. Noch beliebter als Fisch, ist allerdings das Huhn in Delaware. Das in unterschiedlicher Weise zubereitete Hühnerfleisch, darf auf keiner Speisekarte fehlen. Zu den besten Restaurants in Delaware zählen u. a. das "Blue Moon" und "Eden" in Rehoboth Beach, das "India Palace" und "Harry's Seafood Grill" in Wilmington, das "Bethany Blues BBQ" in Bethany Beach und das "Cool Springs Fish Bar & Restaurant" in Dover.