Geschichte

Geschichte Maryland

Die Geschichte Maryland´s

Maryland wurde in den 1630ern durch den Engländer George Calvert, auch bekannt als Lord Baltimore, als Kolonie Saint Mary's gegründet und 1634 erstmals besiedelt. Seinen Namen erhielt der Bundesstaat nach der englischen Königin Henrietta Maria. Aufsehen erregte Maryland als einzige katholisch-britische Kolonie Nordamerikas, denn eigentlich existierten zu dem Zeitpunkt nur streng protestantische Kolonien. Dadurch entstanden hier auch die erste katholische Kathedrale und das erste katholische Bistum der Vereinigten Staaten.

Weitere Aufmerksamkeit erlangte Maryland schließlich in den 1760ern mit der Mason-Dixon-Linie. Diese wurde gezogen, um die Streitigkeiten der beiden herrschenden Familien Pennsylvanias und Marylands, Familie Penn und Familie Calvert, zu schlichten. Grund des Zwists waren Unstimmigkeiten bezüglich des jeweiligen Territoriums, woraufhin die beiden Geometer Charles Mason und Jeremiah Dixon das Land neu vermessen sollten. Diese Grenze trennt traditionell die Nordstaaten von den Südstaaten.

In einem separaten Distrikt Marylands, entstand wenig später die Hauptstadt der USA, Washington DC. Eine weitere wichtige Rolle spielte Maryland während des Unabhängigkeitskrieges, als die Briten vergeblich versuchten Zugriff auf die Kolonien zu erlangen. Für ihren unermüdlichen Einsatz ehrte der Präsident George Washington die Truppen von Maryland als "Retter der Nation und Begründer der Freiheit". Die entscheidende Niederlage erlitten die Briten in der Schlacht um Baltimore. Dieses Gefecht veranlasste den Augenzeugen und Dichter Francis Scott Key, das Gedicht "The Star-Spangled Banner" zu schreiben, welches als Text für die amerikanische Nationalhymne ausgewählt wurde. Zur Zeit des Sezessionskrieges war Maryland zum größten Teil neutral, doch von Beginn an schien festzustehen, dass sich Maryland keinesfalls von der Union lossagt. Mit der neuen Verfassung im Jahr 1864 wurde schließlich auch die Sklaverei in Maryland abgeschafft.

Schon immer war Maryland ein wirtschaftlich starker und sehr erfolgreicher Bundesstaat. Der Hauptwirtschaftsfaktor war dabei die Fischerei, wie auch der Abbau von Kohle. Mit Beginn der Industrialisierung wandelte sich schließlich auch die Wirtschaft im Bundesstaat Maryland, und wuchs kontinuierlich weiter. Als Zentrum für Raumfahrt und Technologie katapultierte sich Maryland endgültig in die Liga der erfolgreichsten US-Staaten und heute ist der "Old Line State" einer der reichsten Bundesstaaten der USA.