Geschichte

Geschichte Virginia

Die Geschichte Virginia´s

Virginia gilt als der Inbegriff für das historische Erbe der Vereinigten Staaten. Die Geschichte beginnt bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts, als die erste Siedlung der Engländer auf amerikanischen Boden entstand. So wurde im Mai des Jahres 1607 die erste permanente Siedlung unter Führung der Engländer in den am James River gelegenen Jamestown gegründet und nach König James I. benannt. Ebenso spielte Virginia während des Unabhängigkeitskrieges wie auch des Bürgerkrieges eine wichtige Rolle, denn alle entscheidenden Schlachten fanden in diesem Bundesstaat statt. Acht US-Präsidenten waren hier beheimatet, wo man 1789 die Bill of Rights beschloss und eine erste Verfassung der Vereinigten Staaten entstand.

Seinen Namen erhielt Virginia nach der Königin Englands, Elizabeth I. vom englischen Siedler Walter Raleigh. Da die Königin zu dieser Zeit (ca. Mitte des 16. Jahrhunderts) noch unverheiratet war, nannte man sie auch die "Virgin Queen" (zu Deutsch "jungfräuliche Königin").

Nachdem Virginia mehr als 150 Jahre englisch-britische Kolonie war, trat sie 1788 als die zehnte der 13 ursprünglichen Kolonien, den Staatenverbund der Vereinigten Staaten bei.

Doch die Geschichte reicht noch viel weiter zurück. Wie in vielen anderen amerikanischen Staaten, waren die Ureinwohner Indianer. Die in Virginia lebenden Indianer gehörten dem Stamm der Powhatan an und besiedelten vorwiegend das Küstengebiet, aber auch Ureinwohner des Saponi-Stammes waren vertreten, diese lebten jedoch eher im Vorland der mächtigen Appalachen. Ähnlich wie in anderen Staaten, sollte es früher oder später auch in Virginia zu Auseinandersetzungen zwischen den indianischen Ureinwohnern und den englischen Siedlern kommen.

Mit den Siedlungsversuchen der Engländer zog neuer Wind durchs Land. Anders als vielleicht vermutet, wurden die Expeditionen von einem Unternehmen mit dem Namen "Virginia Company" unterstützt, da die englische Regierung zu diesem Zeitpunkt kein Geld in solch unsichere Vorhaben stecken wollte. Bereits in den Anfängen der englischen Siedlungen stellten sich sichtbare Erfolge ein und so wurde beispielsweise 1612 erstmals die Tabakpflanze in Virginia durch einen Mann namens John Rolfe angebaut. Rolfe heiratete nur zwei Jahre später die Indianerin Pocahontas. Auf dieser Liebesgeschichte basiert auch der Walt Disney Film "Pocahontas", dessen Geschichte wie auch die Verfilmung selbst in Virginia spielen. Mit Rolfes ökonomischem Erfolg wurde der Tabak schließlich zu einem Exportschlager Virginias.

Virginia war die Heimat vieler Gründerväter, unter ihnen bekannte Namen wie Thomas Jefferson oder George Washington und so spielte er auch während der amerikanischen Revolution eine wichtige Rolle.

Zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges stand Virginia auf Seiten der Konföderierten Staaten und wurde auch erst im Jahr 1870 wieder in die Union aufgenommen. Dadurch das Richmond die Hauptstadt der Konföderation war, war Virginia einer der bedeutsamsten Schauplätze während des Sezessionskrieges. Einige Countys im Nordwesten von Virginia hielten keine Sklaven und spalteten sich vom Mutterstaat ab, um in der Union zu verbleiben. Dieser Teil des Staates wurde noch zur Zeit des Bürgerkrieges als eigener Bundesstaat West Virginia im Jahr 1863 erklärt.