Die Hauptstadt von Virginia und weitere Städte

Richmond

Richmond, Virginia

Die Hauptstadt Virginias, Richmond, befindet sich am James River und liegt im Osten des Bundesstaates nahe der Chesapeake Bay. Da sie eine unabhängige Stadt ist, gehört sie auch keinem County an. Richmond, die auch als "River City" oder "Cap City" bekannt ist, wurde 1737 gegründet und war zur Zeit des Bürgerkrieges die Hauptstadt der Konföderierten Staaten von Amerika. Da sie über viele historische Sehenswürdigkeiten und Attraktionen verfügt, ist sie ein wichtiger Hotspot für den Tourismus in Virginia. Sie ist eine der ältesten Städte Virginias und war vor allem im 17. und 18. Jahrhundert eine bekannte Metropole für den Sklaven- und auch Tabakhandel. Eine Vielzahl von historischen Gebäuden befindet sich auf dem Prachtboulevard "Monument Avenue". Sie verfügt des Weiteren über einige interessante kulturelle Einrichtungen, darunter beeindruckende Museen wie beispielsweise das "Virginia Museum of Fine Arts". In diesem Museum findet man u. a. die umfangreichste Sammlung der einzigartigen Fabergé-Eier außerhalb ihrer Heimat Russlands. Ein empfehlenswertes Ausflugsziel ist die im James River gelegene Insel "Belle Isle" die einst als Gefängnis diente. Außerdem lohnt sich ein Besuch des "Virginia State Capitol", des Heimatmuseums "Valentine Museum" oder des "Richmond National Battlefield Park". Da Edgar Allan Poe lange Zeit in Richmond lebte, sollte man unbedingt einen Abstecher zum "Edgar Allan Poe Museum" unternehmen, wo eine Vielzahl von Artefakten aus seinem Leben sowie seine Werke gezeigt werden.

Lexington

Die kreisfreie Stadt Lexington befindet sich im Rockbridge County im Norden Virginias. Sie wurde erstmals 1777 besiedelt und ist auch unter dem Spitznamen "Shrine of the South" bekannt. Zur Zeit des Bürgerkrieges wurde sie fast vollständig niedergebrannt. Sie ist der Standort des "Virginia Military Institute" und der "Washington and Lee University". Eines der beliebtesten Ausflugsziele in Lexington ist die "Lee Chapel", in welcher die Gebeine des als Nationalhelden gefeierten Robert E. Lee in einem Sarkophag aufbewahrt werden. Wie Lee, wurde auch der Südstaatengeneral Stonewall Jackson in der Kleinstadt beerdigt. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in Lexington sind das "Stonewall Jackson House", das "George C. Marshall Museum", das "Virginia Military Institute Museum", das "Museum of Military Memorabilia" sowie der historische Innenstadtbezirk. Außerdem diente Lexington als Kulisse in vielen Filmen, wie beispielsweise in "Krieg der Welten". Noch heute erinnert das "Virginia Horse Center", welches zu den besten Gestüten in den USA zählt, an die Vergangenheit als hier Armeepferde gezüchtet wurden. Wer sich für die Lokalgeschichte Lexingtons interessiert, sollte unbedingt das "Campbell House" besuchen.

Fredericksburg

Die unabhängige Kleinstadt befindet sich im Norden Virginias und liegt direkt zwischen Richmond und Washington DC. Das 1728 gegründete Fredericksburg verfügt über viele historische Schauplätze, weshalb sie ein wichtiger Touristenanlaufpunkt ist. Vor allem in der Innenstadt befinden sich mehr als 350 Bauwerke, die aus dem 18. und auch aus dem 19. Jahrhundert stammen und im Rahmen des sogenannten "Fredericksburg Historic District" in das National Register of Historic Places aufgenommen wurden. Besonders erwähnenswert sind das "Kenmore House", das "Mary Washington House", die "Rising Sun Tavern", und die ehemalige Anwaltskanzlei des Präsidenten James Monroe das heute als Museum dient. Fredericksburg verfügt des Weiteren über ein paar historische Friedhöfe wozu u. a. der "Fredericksburg Confederate Cemetery", der "Spotsylvania Confederate Cemetery" oder der "Fredericksburg National Cemetery", der aus dem Sezessionskrieg stammt. Das Stadtmotto von Fredericksburg ist "America's Most Historic City" und wenn man durch die alten Straßen schlendert und historisch bedeutsame Häuser sieht, wird man diese Aussage bestätigen können. Restaurants, kleine Boutiquen und Museen laden zum Verweilen und Erkunden ein. Besonders zu empfehlen ist das "George Washington Masonic Museum", das einen Einblick in George Washingtons Freimaurerei bietet. Ruhe und Erholung findet man in den Parks der Stadt wie dem "Old Mill Park" oder dem "Dixon Park". Eine besonders schöne Plantage ist die "Kenmore Plantation & Gardens" die aus dem 18. Jahrhundert stammt. Wer sich für Kunst interessiert, sollte unbedingt dem "Belmont" einen Besuch abstatten, denn das ist nicht nur ein historisches Haus, sondern auch noch ein Kunstmuseum.

Norfolk

Die kreisfreie Stadt Norfolk befindet sich im Südosten Virginias und liegt an der Küste zwischen Hampton und Virginia Beach. Norfolk ist dafür bekannt, der größte Marinehafen weltweit zu sein und hat deshalb auch eine enorm wichtige militärische Bedeutung. Mit ihrer Gründung im Jahr 1682 zählt die Hafenstadt zu den ältesten Städten in den Vereinigten Staaten. Norfolk glänzt außerdem mit einem ausgeprägtem Nachtleben, tollen Shoppingmöglichkeiten und feinen Restaurants. Die Stadt verfügt über eine Vielzahl von Museen, kulturellen Einrichtungen und weiteren Sehenswürdigkeiten. Ein Museum das man sich unbedingt anschauen sollte, ist das "Nauticus", bei dem das Thema selbstverständlich maritim ist und man alles über die Welt des Meeres erfährt. Naturliebhabern seien vor allem der "Norfolk Botanical Garden" und der "Virginia Zoological Garden" empfohlen. Wer Geschichte erleben, will sollte das Herrenhaus "Willooughby-Baylor House" besuchen, das im nach-revolutionären Stil erbaut wurde oder das historische Stadtviertel "Freemason Historic District". Naschkatzen sollten unbedingt mal im "Doumar's" vorbeischauen, denn Gerüchten zufolge, soll hier das beste Eis an der Ostküste verkauft werden.